Campixx 2022 Recap

Die Campixx findet jährlich im Sommer in Berlin statt und ist meiner Meinung nach die beste SEO Konferenz in Deutschland. Hier sind meine gesammelten Eindrücke und Notizen. Viel Spaß beim lesen!

Übersicht

Recap Campixx 2022
Recap Campixx 2018
Recap Campixx 2016
Recap Campixx 2015

 

Campixx 2022

Eingang zur Campixx in den neuen Location im Van der Falk Hotel

Neue Location, weniger Corona und noch mehr Wissen. Die Campixx 2022 war ein voller Erfolg. 2 Tage Netzwerken, spannende Vorträge und jede Menge SEO-Wissen. Hier mein Recap und was ich gelernt habe!

Campixx 2022 – Tag 1

Die Sessions des ersten Tages

Montag, 1. Session: Lessions learned from 11k SEO Spider Support Tickets

Screaming Frog ist ein vielseitiger und leistungsstarker Crawler und eines meiner wichtigsten Tools. Ich hatte die Vorstellung, dass man aus mehr als 11000 Tickets ein paar spannende Informationen gewinnen und präsentieren könnte.

Es war der entäuschenste Vortrag, den ich jemals auf einer Campixx gehört habe.

“Es wird keine Verkaufsveranstaltung”, sagte Oliver Brett, nur um dann erst einmal jedes Feature, dass seit Launch (10 Jahre!) des Programms dazugekommen ist, zu erklären. Die “Lessons learned” kamen nach 30 Minuten. Eine Reihe von Diagrammen wie “98% der Nutzer sind auf Windows”. Das war zu schwach für die Campixx.

Fachlich habe ich nur mitgenommen, dass man mit Screaming Frog auch Crawls vergleichen kann. Werde ich mal testen.

Montag, 2. Session: Local SEO – Beyond Best Practice

Die “echte” Campixx startete dann für mich endlich mit diesem Vortrag. Andreas Pantelic von der Interhyp sprach über die Optimierung und das Management von mehr als 130 Google MyBusiness (GMB) Profilen.

Andreas gab eine gute Auffrischung der Best Practice für Google My Business (GMB) Profile. Er sprach die Probleme dezentral organisierter Unternehmen beim Monitoring und der Pflege aller relevanter GMB Daten an:

  • Bewertungen
  • Name, Adresse, Öffnungszeiten (NAP Kongruenz)
  • Leistungen, Angebote & Produkte
  • Aktuelles / Beiträge

Es war interessant zu sehen, wie sie an die Aufgabe herangegangen sind. Wie bei vielen anderen ähnlich gelagerten Problemen ist es sinnvoll einen Informations-Master zu erstellen, von dem aus dann die Daten in die versch. Kanäle geliefert werden.

Wenn es nicht vollautomatisch geht, dann wenigstens teilautomatisiert. Dazu hat Andreas ein Tool entwickeln lassen, mit dem die Daten aller Profile abgefragt und mit dem Soll-Stand verglichen werden kann. Damit kann dann händisch der Datensatz oder der Kanal angepasst werden.

Was man sieht ist, dass SEO in die Prozesse eines Unternehmens eingebettet und verzahnt werden muss. Eine Zentrale kann nie so gut wie die Mitarbeiter vor Ort Bewertungen einsammeln.

Montag, 3. Session: Bilder-Potenziale nutzen – Tipps und Tricks für SEO und UX

Marie Fabienne Lüdemann von web-netz gab Tipps, wie man das eigene Bilder SEO verbessern kann. Neben den Basics riss sie auch fortgeschrittene Themen wie die psychologische Wirkung von Bildern an.

Insgesamt eine gute Präsentation mit einer aussagekräftigen Darstellung, allerdings war es kein fortgeschrittener Vortrag, eher eine Zusammenfassung der Grundlagen. Denkanstöße für mich:

Erledige die Grundlagen. Wirklich. : Dateiname, alt-Tag, Title, Größe, Format. Es ist aufwendig, zahlt sich aber langfristig aus.

“Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte”: Nutze Bilder, um Informationen noch schneller und klarer zu kommunizieren. Wo können Infografiken, Diagramme, gifs schneller und/oder besser erklären.

Optimiere die Bilder auch auf den Seitentyp: Überlege, was auf transaktionalen Seiten (Kategorien, PDS) besser funktionieren wird und was auf informationellen Seiten (Blog, Ratgeber) vorteilhafter ist.

Wähle Bilder gezielt nach deiner Zielgruppe aus & teste: Was Designer und Designagenturen oft als “Bildwelt” oder “Bildsprache” bezeichnen hat einen direkten Einfluss auf das Verhalten der Nutzer auf der eigenen Seite. Insbesondere Shopbetreiber können durch passende Bilder Emotionen ausdrücken und ansprechen. Als Hilfe kann hier die Limbic Map dienen.

Montag, 4. Session: Wikipedia – Best of 2022

Die Campixx ist die beste Gelegenheit über Themen zu lernen, die man oft nur am Rande mitbekommt. Die Einblicke, die man dann von einem Profi bekommt sind Gold wert. Ich habe mich bisher mit der Wikipedia nur am Rande beschäftigt, deswegen war der Vortrag von Martin Hinterdorfer genau das, was ich hören wollte.

Er gab eine kurze Zusammenfassung, was die Säulen der Wikipedia sind:

  • Wikipedia ist eine Enzyklopädie
  • Wikipedia vertritt einen neutralen Standpunkt
  • Wikipedia bietet freie Inhalte (Creative Commons)
  • In der Zusammenarbeit wird auf einen respektvollen Umgang wert gelegt
  • Und: Es gibt keine feste Regeln

Freie Inhalte: Nicht jedes Bild auf der WIkipedia ist automatisch gemeinfrei und darf “einfach so” genutzt werden. Deswegen: Wenn man ein Bild/Video nutzen möchte: Schaut euch die genauen Lizenzbedingungen an und erfüllt sie.

Die genauen Lizenzbedingungen von Medien. Nicht alles ist “frei” frei.

PR / Bezahltes Schreiben: Viele Firmen sehen in der Wikipedia eine Platform um sich selber besser darzustellen und kritische Aussagen über sich in Artikeln durch Edits zu verwässern. Dazu nutzen solche Unternehmen PR Firmen. Das führte zu einer kontroversen Diskussion, die sich auf den Umgang mit “bezahltem Schreiben” ausgeweitet hat. Martin hat aus seiner Erfahrung berichtet und gab ein paar Tipps, wie man als “bezahlter Schreiber” zukünftig am besten agiert.

Montag, 5. Session: Google My Business – Funktionen & Probleme

Martin Witte von Online Profession hatte einen der für mich besten Vorträge.

Campixx 2022 – Tag 2

Das Fazit des ersten Tages war relativ einfach:

  • Die neue Location ist viel besser. Schneller zu erreichen; groß, dennoch weniger laufen. Übersichtlicher und viel Platz draußen.
  • Viel Wissen in den Vorträgen, auch wenn einige “zu einfach” waren. Aber die guten Vorträge reißen dann alles wieder raus.
  • Der zweite Tag wird noch besser. (Das war dann auch so!)
Die Sessions des zweiten Tages

Dienstag, 1. Session: Kampagnentracking: UTM, aber mit System & in schön!

Kampagentracking durch erweiterete Kampagnennamen

Harald Grocholl von Meap rekapitulierte noch einmal die allseits bekannten Probleme mit falsch und/oder schlecht zugeordnetem Traffic und die daraus entstehende Notwendigkeit eines sauberen Kampagnentrackings. Er stellte als Lösung einen cleveren Hack vor.

Jeder, der über eine Vielzahl von Kanälen Marketingmaßnahmen umsetzt, kennt die Notwendigkeit diese auch aussagekräftig messen und steuern zu können. Schon bei mittleren Budgets sind Google, facebook, Instagram, E-Mail und zusätzliche Kanäle üblich. Fast jeder Kanal unterteilt sich dann meist in bezahlte (paid, cpc) und unbezahlte (organische) Quellen und jede Kampagnen kann sich über eine Reihe dieser Kanäle und Quellen erstrecken. Ein sauberes Kampagnentracking mit utm_ Parametern schafft Ordnung und erlaubt es, die Kampagnen und Maßnahmen granular zu messen und auszuwerten.

Dazu werden allen Links sog. Kampagnenparameter angefügt. Momentan unterstützt GA3 fünf Parameter: utm_source, utm_medium, utm_campaign, utm_term, utm_content.

In der Praxis zeigt sich aber, dass

  • das Erstellen, Nachhalten und Anbringen von Links Probleme bereitet
  • viele Abteilungen ihre eigenen Kampagnenlinks erstellen und nutzen.
  • Groß- und Kleinschreibung, fehlende oder nicht richtigt umgesetzte Namenskonventionen später zu Mehrarbeit führen.

Zusätzlich verkompliziert der von Google angekündigte Wegfall von GA3 und der (zwangsweise) Umstieg auf GA4 die Probleme, da noch nicht alle Parameter in GA4 getrackt werden, bzw. andere Parameter in GA4 hinzugekommen sind.

Die pragmatische Lösung von Harald war es, für die Quelle und das Medium eine auf den Kunden und seine Aktivitäten angepasste Taxonomie zu verwenden und die Information zusätzlich mit in die Kampagnen-Bezeichnung zu schreiben. Die Information ist dann zwar doppelt, dieser Weg erlaubt es aber alle Auswertungen einfacher und schneller nur in der Kampagenenübersicht zu machen.

Als kleinen Goodie hat er im Anschluss noch das WordPress-Plugin [] vorgestellt, mit dem man die Parameter auslesen und bei einer Anfrage über ein Kontaktformular direkt mitgeben kann. Man kann natürlich den Abschluss des Kontaktformulars als Ziel definieren, damit sollte es eigentlich auch möglich sein, die Herkunft zu tracken.

Dienstag, 2. Session: So analysierst du deinen Search Intent programmatisch!

Johanna Maier von Dept zeigte, wie man mit Google Sheets und ein paar Regex Muster in den SERPs erkennen und Auswerten kann.

Zugegeben, der Titel des Vortrags stellte sich als Buzzword/Clickbait heraus. Aber was Johanna vorgestellt hat, war eine smarte Lösung zur Priorisierung von Keywords und Themen. Die Methode ist flexibel und kann von jedem, der Keyword-Research macht auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Im Kern geht es um die automatische Abfrage von Suchergebnissen und die Auswertung selbiger mit Regular Expressions. Die drei Beispiele waren:

Fahrrad Nischen-Shop. Die Fragestellung: Für uns sind Keywords interessant, in denen schon 2-3 sehr spezialisierte Wettbewerber mit einer ähnlichen Produktpalette unterwegs sind. Das sind wahrscheinlich Keywords, die unsere Kunden nutzen. Aber welche sind das?

Ein Shop für hochwertige Möbel. Auch hier die Frage: Für uns sind Keywords interessant, in denen KEINE Billiganbieter in den Ergebnissen sind, da wir preislich nicht mithalten können und wollen. Wir suchen also Keyword-Kombinationen, in denen möglichst wenige solcher Seiten ranken (siehe Longtail).

Hersteller eines Markenproduktes. Die zu treffende Entscheidung: Optimieren wir die Produktseiten oder die (Marken)-Kategorieseiten? Wir wollen also wissen, ob eher Produkt- oder Kategorie-URLs für unsere Suchanfragen ranken. Hier sortieren und priorisieren wir die Keywords nach der Anzahl von Produkt-URLs in den Suchergebnissen.

Gute Idee und eine praktische Möglichkeit, Muster aller Art in den SERPs zu finden und auszuwerten. Wird mir in der Praxis sicher weiterhelfen :)

Dienstag, 3. Session: 7 fatale SEO Schwachstellen um Profit zu machen

Nedim Sabic zeigte anhand von Beispielen, wie man eine profitable Nische für seinen Mini-Shop finden, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen und welche Schwachstellen großer Shops man ausnutzen sollte, um besser zu ranken und mehr zu verkaufen.

Insgesamt einer der besten Vorträge, die ich gesehen habe. Direktes Wissen, kein Gerede.

Die wichtigsten Punkte:

  • Du musst Expertise und Wissen vom Produkt haben. Verkaufe keine Schraubenzieher, wenn du keine Ahnung davon hast. Der Kunde wird es merken.
  • Optimiere Kategorien und Filter für den Longtail. So bekommt man Kombinationen, die kein großer Shop jemals sauber darstellen kann.
  • Kleiner ist besser: Weniger Produkte, diese testen und dann noch einmal reduzieren.
  • Shopify funktioniert hervorragend
  • Achte auf die Marge und den CLV

Dienstag, 4. Session: “Content Marketing in der Travel-Apocalypse” ist ausgefallen :(

Die Erklärung für die verzweifelten Versuche der politischen Einflussnahme durch Verlage.

Ich bin zwischen “Mehr Sichtbarkeit mit How-To Content in der DIY-Branche”, “Advanced SEO in 2022” gependelt. Beide Vorträge fande ich ziemlich dünn und/oder schlecht vorgetragen und ich bin dann schlussendlich in “Was wir über Publisher SEO wissen – und vor allem was nicht” gelandet. Letzteres war interessant, allerdings habe ich leider nur das Ende mitbekommen.

Dienstag, 5. Session: Suchoperatoren auf Steroiden

Paul Schreiner von SAG Digital zeigte, wie man mit dem Verknüpfen von (teilweise nicht dokumentierten) Suchoperatoren Fehler auf der eigenen Domain (und vom Wettbewerb) findet.

Suchoperatoren kenne und nutze ich oft. Der Vortrag glänzte aber durch die Menge und die Fülle der coolen Anwendungsideen. Gute Ideen im Stakkato, egal ob man auf der eigenen Seite Fehler (Staging- oder Dev-Server) finden will oder die Entwicklung von Wettbewerbern beobachtet.

Interessant war vor allem die Möglichkeit durch Ausschluss der aktuell rankenden Domain die Feature Snippets in der Warteschlange zu sehen (ohne Gewähr).

Was ich gerne gesehen hätte

  • YouTube SEO Audit 7 Tipps und Tools von Benjamin Szturmaj
  • 10 Fallen, 10 Verbesserungen und 5 Tipps zu Google Analytics 4 von Markus Baersch
  • 9 SEO Fails und Learnings der letzten 24 Monate von Sebastian Prohaska
  • Technical SEO – Ein Blick in den Maschinenraum von Maike Schultze-Rhonhof

Etwas Spott zum Schluss

SEOs zu ihren Kunden: “Sage dem Nutzer sofort, worum es auf deiner Seite geht!”
SEOs in ihren Campixx Videos : “Ich sage dir, worum es geht, ohne dir zu sagen, worum es geht!”

Fazit

Immernoch die Referenzveranstaltung für SEO. Man merkt aber deutlich, dass die Professionalisierung, die Verzahnung mit anderen Disziplinen und die Spezialisierung weiterhin zunimmt. Auch das Verständnis für und die Verzahnung von SEO in großen Unternehmen setzt sich fort. Es waren zwei anstrengende, aber höchst spannende Tage. Danke an Marco für diese Veranstaltung und Gruß an alle, die ich (wieder)getroffen oder neu kennengelernt habe.

Weitere Recaps


 

Campixx 2018

Muss ich noch schreiben. Es war wie immer sehr cool ;-)

 

campixx 2016

Mein erster Vortrag

 

Campixx 2015

much SEO, many local, such content

Nachdem gestern Abend meine erste Campixx 2015 zuende gegangen war, musste ich heute erstmal meine Eindrücke und Gedanken sortieren. Das Wochenende war sehr intensiv: Eine große Menge von Inhalten, Anregungen, Ideen, Diskussionen und Kontakten in wenigen Stunden.

Die Wahl meiner Vorträge war auf local SEO und Content/PR ausgelegt, ich habe es aber auch geschafft ein paar Sachen abseits dieser Themen anzuschauen. Leider musste ich feststellen, daß meine Kamera ziemlich mies ist. Die Bildqualität hat leider ein wenig gelitten.

Danke Dennis für die Karte und Sebastian für das meme.

Übersicht Recap Campixx 2015

WordPress Professional

Samstag, 10.30 – Sebastian Blum und sein Mitarbeiter zeigten wie man WordPress in bestehende Installationen einfügen und z.B. für intelligente Redirects nutzen kann.

Leider waren die ersten 25 Minuten eine ausführliche Erklärung was WordPress ist, was Themes sind, worauf man bei Plugins achten soll und andere Grundlagen. Der Titel „Professional“ hat mehr versprochen, leider war die erste Hälfte nur eine (wenn auch solide) Einführung:

  • Child themes nutzen
  • Installation absichern (Passwort auf wp-admin etc.)
  • Plugins finden, bewerten und nicht immer alles installieren
  • Caveat: MU kennt nur einen Versionsstand bei Plugins

Die zweite Hälfte war dann praxisnah. Die beiden zeigten, wie man mit einer WordPress MU Installation z.B. bestehende .htacccess 301 Umleitungen aus WordPress heraus realisieren kann. Sehr spannend und sicherlich etwas für den ein oder anderen. Auch der Hinweis Themes und Plugins vor Installation in ein eigenes github zu schieben ist sehr clever! Grundlegende Tipps zur Sicherheit und Architektur rundeten den Vortrag ab.

Würde ich ihn mir noch einmal angucken? Wahrscheinlich nicht, da er zu viele Grundlagen umfaßte.

Struktur und Organisation von SEO-Team

Samstag, 11.45 – Rhea Moore(opodo), Stephanie Kanitz (uniquedigital) und Evelin Krautz (Westwing) stellten die Struktur und die Abläufe ihre jeweilige Organisation vor. Das Gezeigte lag zwischen „Excel-Listen-Deluxe“ und maximales Nutzen von Tools (hier: asana).

Guter Vortrag, gute Dikussion, für mich spannend einen Einblick in 3 Firmen zu erhalten.

Mitgenommen habe ich:

  • Kanban funktioniert nur mit Disziplin
  • Google Docs funktioniert zu schnell zu gut und dann irgendwann nicht mehr
  • Asana rockt
  • Es kommt aber immer darauf an™

Shop SEO Battle: modified vs. Shopware vs. Prestashop

Samstag, 12.30 – Marco und haben drei bekannte Shops auf Herz und Nieren geprüft und bewertet. Der sehr umfangreiche Vergleich umfasste vor allem die kritischen Punkte jedes Shops: URL-Struktur, Kategoriemanagement, Bilder, Anpassbarkeit & Änderungen, Paginierung und das häufige Problem faceted search (Facettenavigation).

Besonderheit des Tests war es, daß nur die Grundversion mit Erweiterungen vom jeweiligen Hersteller geprüft wurde. Für alle gefundenen Schwachstellen und Probleme gibt es Lösungen, allerdings wäre der Vergleich dann wenig aussagekräftig geworden.

Shopware und Prestashop lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Prestashop dann knapp gewann. Letztlich ist der Vorsprung nur gering.

Wermutstropfen war leider die Präsentation: Die beiden haben fast ausschließlich die Folien vorgelesen. Nur selten kam eine Interaktion mit den Zuhörern zustande.

Feines SEO für Einsteiger und Mein Local Dein Local

Samstag 15.15 – Ich habe mich nach 5 Minuten aus Karls Vortrag rausgeschlichen, weil ich doch lieber (endlich) was Local SEO hören wollte. Nach Erreichen des Raums stellte ich aber mit vier anderen betrübt fest, daß der Vortrag ausgefallen war. Das lustige Gespräch mit Alex und Borris machte das aber wett.

Smartphone Sichtbarkeitsindex

Samstag 16.00 – Die Jungs von SISTRIX gingen ausführlich auf die Unterschiede zwischen mobilen und stationären Suchergebnissen. Google drängt Webseitenbetreiber schon länger dazu ihre Seiten für Mobilgeräte zu optimieren, ab dem 21. April soll es sogar ein Rankingfaktor werden. Bisher wurden entsprechende Seiten schon mit „Für mobil geeignet“ ausgezeichnet. Auf Seiten, die z.B. auf Flash laufen und Darstellungsprobleme verursachen, verlinkt Google nicht mehr den Seitentitel in den SERPs, sondern leitet nur nach expliziter Aufforderung weiter („Sind Sie sicher?“). Der Weg ist also klar: Googles Marktmacht wird solche Seiten über kurz oder lang zwingen moderner zu werden.

ergebnis-fuer-mobilgeräte-serp

Das vorgestellte Tool zum Vergleich der mobilen zur Desktop-Sichtbarkeit nutzt das SISTRIX Keywordset mit der Einstellung „Deutschland“. Natürlich sind die Ergebnisse für Ergebnisse mit lokalem Bezug nicht so aussagekräftig. Eine kleine Analyse der erhobenen Daten zeigte, daß es jetzt schon zum Teil deutliche Unterschiede gibt. Beispiel: Apple Nutzer sehen mehr itunes-Ergebnisse, Android Nutzer dagegen Google Play-Ergebnisse.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist der Trend vor allem auch eine Chance: eine für mobile Nutzung optimierte Seite (und vor allem mit optimierten Inhalten) wird bessere Rankings und damit (hoffentlich) mehr Besucher und Umsatz bringen.

http://www.sistrix.de/smartphone-sichtbarkeitsindex/

Local SEO

Sonntag 10.30 – Der beste Vortrag der Campixx war der von Sigrid Holzner (SEO Bavaria). Nach kürzester Zeit begann eine spannende Diskussion zwischen einigen Teilnehmern und ein offenere Austausch über Ideen und Tricks. Einige plauderten dabei aus dem Nähkästchen, so wie man das bei einem Campixx-Vortrag erwarten sollte.

Sigrid ging zuerst auf den aktuellen Stand der Google-Richtlinien und der momentanen Updates ein (Pigeon) und welche Änderungen diese für lokale Optimierung bedeuten.

Da die Informationen und Tipps direkt von Kunden und Projekten kamen, möchte ich sie ungern bloggen. Eine sehr interessante Idee ist es aber, daß man das Disavow-Tool nutzt um Profilseiten, die z.B. auf alte Adressen etc. zeigen, zu beseitigen. Chapeau!

Praxis: Eigenes Nischenprojekt

Sonntag 11.15 – Direkt danach zeigte Marius Fröchling anhand eines Nischenprojekts sehr schön, daß man mit ein wenig Geduld und Herzblut ein tolles Projekt ans laufen und vor allem Ausbauen kann. Er schilderte ausführlich den Beginn des Projekts, die grobe Strategie, eine funktionierende Monetarisierung, die nicht die Besucher verschreckt und gab wertvolle Tipps für eigene Inhalte: Stichwort „Randgruppen“ & Kontroverse. Auch gut ist die Idee mit einem Call-to-action die Kommentare zu starten “Wir führen eine lebhafte Diskussion, schreiben Sie Ihre Meinung”.

Danke für den coolen Input!

Automatische Optimierung

seo-handarbeit

Sonntag 12.30 – Seo ist noch immer Handarbeit. Fabian Brüssel hat auf seo-tools.com aber ein paar coole Ideen zur Automatisierung vorgestellt. Was ich natürlich nicht auf dem Schirm hatte was aber interessant ist sind Suggest von Amazon. Man lernt halt nie aus. Die Idee ist es zu erkennen, ob das Keyword/Thema:

  • transactional ist (amazon)
  • informational
  • oder social (Videos auf youtube)

Das Tool gibt es zum testen auf sem-tools.com

Textmining und Crawler und dann interne Verlinkung

gewichtung-links-automatische-verlinkung

Sonntag 14.45 – Ich bin nach 5 Minuten aus dem Textmining Vortrag gegangen, da mir ehrlicherweise das Feuer in den Augen des Speaker gefehlt hat. Ich hatte nicht den Eindruck, daß er hier mit Herz und Hirn an seinem Thema hing und für seinen Vortrag „brannte“. Schade.

Ich bin dann zufällig in einen Raum gegangen und im Vortrag von Larissa gelandet. Sie und ihr Kollege haben am Beispiel ihrer Domain einen automatischen Verlinker vorgestellt. Interessant war es, wie sie mögliche Links und Ziele finden und bewerten. Nett, aber auch nichts weltbewegendes.

Link Driven Online PR und dann Seitenarchitektur

Sonntag 16.30 – Nachdem ich leider feststellen musste, daß meine erste Wahl ausgefallen ist, habe ich mich in den gefüllten Raum zu Tobias Mittwald gesetzt. Tobias hat dazu die Vogelperspektive zur Seitenarchitektur und internen Verlinkung eingenommen und hat (vor allem für Anfänger) einen guten Zusammenhang zwischen Crawler, PageRank und interner Sturktur hergestellt.

Der Pagerank ist nicht tot

Obwohl es der zweite Tag und schon spät war, entfachte eine wilde Diskussion über den Einsatz von canonicals und nofollow, noindex auf der eigenen Seite. Einige im Publikum sprachen sich strikt dagegen, einige in Ausnahmefällen dafür aus. Letztendlich hätte Tobias hier nach der Diskussion ein wenig klärend zusammenfassen können, damit ein Anfänger nicht auf dumme Ideen kommt:

Noindex, nofollow oder das Aussperren über die robots.txt sind immer nur eine Notlösung, wenn es aus *irgendeinen* Grund nicht besser geht. Diese Maßnahmen sollten niemals das Standardrepertoire der Struktur-Optimierung sein, dennoch gibt es manchmal aber Fälle, wo es sinnvoll sein kann. Nein, ich liste und diskutiere die hier jetzt nicht ausführlich….

Durch die Blume konnten wir so auch von einem anstehenden Relaunch einer großen und bekannten Deutschen Seite hören, wer wird aber nicht verraten.

Fazit Campixx 2015

Die Campixx waren zwei anstrengende aber spannende Tage. Mir raucht jetzt noch der Kopf und ich habe eine Menge vermeintlich guter Ideen, die ich in den nächsten Wochen testen werde.

Die Verpflegung und der Kaffee waren gut und die Nackenmassagen am Samstag sehr entspannend. Ich freue mich auf das nächste Mal und Gruß an alle, die ich getroffen und/oder kennengelernt habe.

Danke und bis bald

Sebastian

Weitere Recaps gibt es hier:

Wer noch Recaps hat, der kann mir gerne mailen oder ein Kommentar hinterlassen.

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